Böden – Welche Böden gibt es im Siebengebirge?

     
 

Böden in der Region bilden sich nach dem Ausgangsgestein. Böden bilden die oberste Verwitterungsschicht des Gesteins und sind mit organischen Substanzen angereichert.

Besonders schön lässt sich die dünne Bodenschicht an den Steinbrüchen der Region, wie dem Weilberg oder dem Stingenberg in Bonn-Oberkassel besichtigen.

Das Siebengebirge und seine Geschichte

In der Nähe des Rheins zeigen sich so genannte Hochflutlehmflächen, die aus Anschwemmungen von Bodenpartikeln aus dem Rhein gebildet werden. Dies sind gute Lehmböden, die in Jahren mit viel Regen hervorragende Erträge bringen. In Jahren mit wenig Niederschlag trocknen die Böden rasch aus.

Auf den Insel- und Niederterrassen am Rhein, gibt es Kies- und Sandablagerungen, wovon die zahlreichen Kiesgruben im Rheintal zeugen. Die Sandböden sind hervorragend geeignet für den Gemüseanbau (z.B. in der Ville).

Weiter entfernt vom Rhein, auf den Hauptterrassen zeigen sich Kies- und Sandflächen mit mächtigen, bis zu acht Meter dicken Ablagerungen. Diese Flächen sind häufig von Lösslehmböden und Gleyböden überdeckt, die die Niederschläge stauen können.

Das Siebengebirge und seine Geschichte

Abb.: Bodenprofil, ausgestellt am Naturparkhaus auf der Margarethenhöhe. Oben ist der Humusboden zu erkennen. Hier fallen Blätter und Holz auf den Boden und verwittern dort. Darunter ist eine wasserführrende Schicht zu sehen. Weiter unten, wird das Wasser gestaut und das Deckgestein taucht nach ca. zwei Metern unterhalb des Erdbodens auf. Dieser Boden ist ein Pseudogley. Er findet sich an vielen Hängen und Hochflächen im Siebengebirge.

An den Hanglagen des Siebengebirges ist häufig das Grundgebirge zu sehen.

Das Siebengebirge und seine Geschichte

So gibt es meist nur eine ganz dünne Bodenauflage an den Weinhängen des Siebengebirges, die alle 30-80 Jahre „rigolisiert“ werden. Dies bedeutet, sie werden umgeschichtet, so dass die natürliche Bodenstruktur nicht mehr vorhanden sein wird. Besonders der Schieferverwitterungsboden eignet sich für den Weinbau. Die dunkle Farbe des Trachyt am Drachenfels speichert hervorragend die Wärme

Die Höhenzüge des Siebengebirges bestehen aus dem vulkanischen Ausgangsgestein oder dünnen Waldböden. Meist sind es Tonschieferböden, die nährstoffarm und dem Wald vorbehalten sind. Auf den Basaltkuppen entwickeln sich Braunerdeböden.

 

---> Tiere im Siebengebirge